Praeventia - Dr. (Univ. Prag) Rezutka Praxis

Allgemeinmedizin
Krankheitsprävention

Frequently Asked Questions

Versicherte:

Gesetzlich versicherte Patienten versus privat versicherte Patienten:

1. GKV

Eines der Anliegen eines sozialen Staates ist es,  seine Bürger vor unvorhersehbaren, schwerwiegenden Risiken abzusichern. Eines davon ist eine Existenzbedrohung durch den Ausbruch einer Krankheit. Diese Aufgabe sichert der Staat in Form von Versicherungen:

Es gibt die

  • Gesetzliche (solidarischen) GKV
     
  • Private Versicherung PKV für den Krankheitsfall (Krankenversicherung)

 

Die GKV ist solidarisch, d.h. sie hat Kontrahierungszwang, also die Verpflichtung, jeden Bürger aufzunehmen.

 

  • Die GKV bestimmt die Ärzte und Einrichtungen, die für sie tätig sind in Form von Qualifikationsanforderungen und Zulassung
     
  • Sie bestimmt, dass sich eine ärztliche Behandlung an der Notwendigkeit und dem Wirtschaftlichkeitsgebot zu orientieren hat.
     
  • Dafür erfolgt die Behandlung für den Patienten problemlos: mit Vorlage der Versicherungskarte, 10,- EUR Praxisgebühr und der eventuellen Zuzahlung für Medikamente, physikalische Behandlung bzw. die Tagespauschale für einen Krankenhausaufenthalt ist sie gesichert.
     
  • Alle anderen Behandlungskosten übernimmt die Krankenkasse; hier gibt es eine Spanne von ca. 7,- EUR für Impfungen als ärztliche Leistung bis hin zu einer Herzoperation von ca. 40 000,- EUR und bspw. der tägliche Behandlungssatz auf einer Intensivstation von ca 1500,- EUR.

Versicherungsmathematische Berechnungen haben gezeigt, dass die meisten Behandlungskosten in den zwei letzten Lebensjahren entstehen.

Das ist das Prinzip der Solidarität - aus dem Topf der Kassenbeiträge werden vorrangig die Kosten der sehr kranken und alten Menschen übernommen.

Die eine Seite ist, dass der Bürger nicht erwarten darf, dass die Krankenkasse nach seiner Vorstellung beliebig oft seine Massagebehandlungen und Hustentropfen bezahlt, auf der anderen Seite aber kann er sicher sein, dass im Falle der schweren Krankheit die Behandlungskosten bezahlt werden, so dass seine Existenz nicht bedroht wird.

Daraus geht hervor, dass sich der Arzt an die Vorgaben der Krankenkasse und diese sich an die gesetzlichen Vorgaben halten muss. Es ist genau festgelegt, teilweise durch Praxissoftware, welche Medikamente erstattet werden und welche sich der Patient auf und auch trotz Empfehlung des Arztes selbst kaufen muss. Der Arzt hat darauf kein Einfluss.

 

 

2. PKV Medikamente Generikum / Originalpräparat

 

Dazu kommt für den Patienten das Mysterium von Handelsnamen und generischen (chemischen) Namen eines Medikaments. Beide sind auf der Medikamentenverpackung vorhanden. Es gibt in Deutschland fast 80 000 Medikamente (Handelsnahmen), allerdings vielleicht nur 200-300 Wirkstoffe. Nach heutiger Gesetzeslage sind die Ärzte verpflichtet, die Wirkstoffe zu rezeptieren.

Der Apotheker ist wiederum verpflichtet, das kostengünstigste Präparat mit gleichem Wirkstoff auszugeben.Wenn das nicht möglich ist, muss er den verschreibenden Arzt konsultieren.

Der Austausch auf ein teureres „Originalpräparat“ ist nur bei objektiv nachgewiesen Unverträglichkeiten möglich.

Dadurch erklärt sich, dass der Patient einmal eine rote, nächstes mal eine blaue und irgendwann vielleicht eine rosafarbene Packung von demselben Medikamentenwirkstoff, aber von verschiedenen Firmen erhält, obwohl diese von ein und demselben Fließband beim Pharmahersteller kommen.

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Dr. Robert Rezutka | © 2011